Dankbarkeit stärkt die Beziehung

Wir ersticken das Feuer der Liebe, wenn wir aufhören einander wertzuschätzen. Durch gegenseitige Anerkennung und aufrichtigen Dank, lassen wir einander spüren, wie bedeutungsvoll wir sind. Es gibt keinen kraftvolleren Liebesverstärker als die Dankbarkeit.

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Was ist Dankbarkeit?

Herzmuscheln

Dankbarkeit hat verschiedene Komponenten. Zum einen ist es das reine, freudvolle Entgegennehmen einer Gabe, was wir bereits im Kindesalter sehr gut können. Darüber hinaus ist es die Fähigkeit, die gute Absicht des Gebers zu erkennen und sich bei ihm mit Worten oder einer ebenfalls wohlwollenden Geste zu bedanken.

Die höchste Form von Dankbarkeit ist die demütige Haltung dem gesamten Leben gegenüber. Alles anzunehmen, wie es ist und es gleichzeitig als Geschenk zu betrachten. Diese Form von Dankbarkeit ist weniger ein Gefühl als vielmehr eine Entscheidung. Sie hilft uns, das wahrzunehmen, was wir haben, statt das, was uns fehlt. Es ist ein stilles Empfinden, das sich lang anhaltend spürbar positiv auf unser Gesamtbefinden auswirkt. Wir sind dadurch nicht sofort glücklich, dafür aber nachhaltig. Dieses nachhaltige Wohlbefinden wandelt sich mit der Zeit in Zufriedenheit, wodurch wir letztendlich das Gefühl haben, ein glückliches Leben zu führen.

Das gilt allerdings nur, wenn wir die Dankbarkeit zu einer Grundhaltung machen, die so stabil ist, dass sie schon fast ein Persönlichkeitsmerkmal von uns ist. Sie ist irgendwann keine situative Praktik mehr, sondern eine dauerhaft bewusste Einstellung.

Auch wenn Dankbarkeit ganz klar positiv belegt ist, bedeutet dies nicht, dass die Dankbaren immer freudestrahlend durchs Leben gehen müssen. Man kann eine dankbare Grundhaltung haben und gleichzeitig auch negativen Emotionen ihren Raum geben. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass man auch in herausfordernden Situationen dankbar seine Lernaufgabe erkennt und nutzt. Sich eben nicht nur auf das Negative fokussiert und im Schmerz verweilt, sondern auch das Gute im Schlechten sieht.

Warum ist Dankbarkeit in der Partnerschaft so wichtig?

Am Anfang einer Beziehung überhäufen wir einander regelrecht mit Dankbarkeit. „Danke, dass es dich gibt“ oder „Danke, dass du so wundervoll bist“ oder auch „Danke, dass du für mich da bist“. Hinter all diesen Aussagen verbirgt sich allerdings nicht die Dankbarkeit, die wirklich dem anderen gilt. Es ist schlichtweg die eigene Erleichterung darüber, endlich einen Partner an unserer Seite zu haben.

Dieses vermeintlich egoistische Verhalten ist völlig normal und auch absolut nichts Verwerfliches. Wir alle streben nach tiefer Verbundenheit zu einem anderen Menschen und sind zutiefst erfüllt, sobald wir glauben diesen Zustand erreicht zu haben. Oder ihm zumindest einen großen Schritt nährgekommen zu sein.

Im Laufe der Zeit und im alltäglichen Trott verlieren wir diesen wertschätzenden Umgang und nehmen einander irgendwann sogar als Selbstverständlichkeit wahr. Das ist nicht nur schade, sondern auch schädlich für die Beziehung. Dankbarkeit ist nämlich nicht nur eine liebevolle Geste, sie stärkt die Verbindung zwischen zwei Menschen. Sobald wir jemandem dankbar sind, sind wir deutlich motivierter Kontakt zu dieser Person zu halten. Das ist natürlich gerade in Langzeitbeziehungen förderlich. Wenn beide Partner dafür sorgen, einander stets dankbar sein zu können, dann tragen beide automatisch zum Erhalt der Beziehung bei.

„Mache das, was du am Anfang einer Beziehung getan hast und es wird kein Ende geben.“
- Tony Robbins

Die Vorteile von Dankbarkeit

Mann küsst Frau auf Nase

Wir alle sehnen uns nach Anerkennung, besonders von dem Menschen, der uns am meisten bedeutet. Und nichts anderes ist Dankbarkeit, es ist eine Form von Anerkennung. Das Spannende ist, sobald wir diese erhalten, sind wir selbst auch gewillt, unserem Partner dasselbe Gefühl zu verschaffen. „Wie du mir, so ich dir“ - bekommt da plötzlich eine ganz neue und deutlich positivere Bedeutung, als wir es üblicherweise nutzen.

Dankbarkeit hat noch so viel mehr Vorteile, als „nur“ die Beziehung aufrechtzuerhalten. Schließlich geht es ja nicht nur darum, dass die Beziehung läuft, sondern wie gut sie läuft. Paare, die Dankbarkeit leben, sind glücklicher, fühlen einander näher und führen zudem längere Beziehungen.

Auch das Gefühl von Sicherheit verstärkt sich durch Dankbarkeit. Ein wichtiger Schlüssel, da dies nicht nur eines der menschlichen Grundbedürfnisse ist, sondern auch ein Grundbaustein in Beziehungen. Das wiederum sorgt dafür, dass sich die Partner wohl fühlen und die Bereitschaft steigt, sich dem anderen gegenüber zu öffnen. Diese Sicherheit in der Beziehung erleichtert es einem, seine eigenen Bedürfnisse klar zu kommunizieren, was unabdingbar für eine glückliche und erfüllte Beziehung ist.

Dankbarkeit motiviert uns also dazu, mehr Zeit miteinander zu verbringen und sorgt auf beiden Seiten für ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Vertrauens.

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Wie funktioniert Dankbarkeit in der Beziehung?

Paar hält Händchen und küsst sich

Dankbarkeit in der Beziehung bedeutet nicht nur, dass man würdigt, was der Partner für einen tut, sondern ihn vor allem für das liebt, was er ist. Das dürfen wir natürlich erst einmal erkennen. Hier kommt Achtsamkeit mit ins Spiel. Wenn ich ganz bewusst wahrnehme, wer dieser Mensch an meiner Seite ist, dann kann ich ihn allein seinetwegen wertschätzen.

Wenn Paaren dies gelingt, wird Dankbarkeit der Schlüssel zum Glück. Wenn man sich auf all die guten Eigenschaften und Merkmale seines Partners konzentriert, gibt es nur noch wenig wirklich gefährliches Konfliktpotential. Es geht natürlich nicht darum, sich den Partner durchweg schön zu reden, aber wir brauchen einander auch nicht für jede Kleinigkeit an den Pranger stellen. Im Gegenteil, wir können viel mehr Bedeutung in die gegenseitige Wertschätzung legen und einander in Dankbarkeit begegnen.

 

Wie Dankbarkeit zeigen und annehmen?

Tatsächlich ist es gar nicht so leicht, sich offen dankbar zu zeigen. Dankbarkeit macht uns nämlich auch verwundbar, weil wir oft tiergehende Emotionen zum Ausdruck bringen. Wer also nie wirklich gelernt hat, aktiv dankbar zu sein, kann dies zunächst als sehr herausfordernd empfinden. Aber wie alles im Leben, zahlt sich auch hierbei die Übung aus. Das Schöne ist ja, das direkte und sehr positive Feedback, was wir von unserem Partner bekommen, wenn wir uns bei ihm bedanken. Es mag sich also erst einmal komisch und vielleicht auch etwas holprig anfühlen, aber das Ergebnis wird immer erfreulich sein - versprochen!

Auch nicht zu unterschätzen, ist die Annahme von Dankbarkeit. Es setzt einen gesunden Selbstwert voraus. Wir alle haben nämlich diese innere Stimme in uns, die eingehendes Lob und Anerkennung gerne anzweifelt. Diese dürfen wir ganz bewusst übertönen. Sehr wohl haben wir es verdient, Dankbarkeit und Wertschätzung zu empfangen. Und zwar nicht nur, wenn wir etwas Gutes getan haben, sondern auch einfach unserer selbst wegen. Wichtig ist auch, dass wir die Annahme für unseren Partner sichtbar machen. Denn ein übersehener Dank, bleibt wertlos.

Dankbarkeit erfolgt also in folgenden Schritten: Sie wahrzunehmen ist der Erste. Sie dem Partner in Form von Worten oder Gesten mitzuteilen, der Zweite. Und der Dritte ist die Annahme.

So wird die Dankbarkeit-Praxis für beide Partner zur Übungsaufgabe. Jeder darf sich sowohl darin üben, klar und offen dankbar zu sein, als auch diese in Liebe anzunehmen.

"Danke" zu sagen erschafft etwas. Es drückt ein Gefühl aus, auf dem alles beruht, was in der Beziehung gut ist.

Wofür kann man seinem Partner dankbar sein?

glückliches junges Paar

Dankbarkeit kennt keine Grenzen. Man kann seinem Partner für alles Beliebige dankbar sein. Wichtig zu verstehen ist, dass aufrichtige Dankbarkeit viel mehr ist als das reine Wort „Danke“. Die wahre Dankbarkeit enthält eine besondere Botschaft, die über Worte weit hinausgeht. Manchmal ist vor allem die Art und Weise wie wir Dankbarkeit zeigen, viel bedeutungsvoller, als das, was wir sagen. Wir sollten sie daher immer in genau der Form auszudrücken, wie wir sie fühlen. Das kann sowohl verbal als auch nonverbal geschehen. Eine innige Umarmung kann beispielsweise viel mehr Dank vermitteln als lieb gemeinte Worte.

Um Dankbarkeit bewusst zu fühlen, hilft es, zunächst mit einem ganz neuen Blick durch den Beziehungsalltag zu gehen. Einfach mal darauf achten, was der Partner alles tut und noch viel wichtiger warum und wie er es tut. Oft sind es nämlich gar nicht die Taten selbst, sondern viel mehr die Absicht dahinter, die unser Herz berührt. Und weil Gedanken flüchtig sind, ist es sinnvoll, sich in solchen Momenten eine kleine Notiz zu machen oder die eigene Wertschätzung direkt dem Partner gegenüber auszudrücken.

"Dankbarkeit bedeutet das Besondere im Alltäglichen zu erkennen."

Es können ganz kleine und banale Dinge sein, für die wir unserem Liebling dankbar sind. Eine liebevolle Geste, ein ehrliches Wort oder auch nur ein Gedanke, der ein besonderes Gefühl in uns auslöst.

Extra-Tipp: Für mehr Inspiration zur Dankbarkeit im Beziehungsalltag, schau gerne mal in unsere Story auf Instagram oder Facebook. Dort teilen wir täglichen unseren „Liebling(s)moment“, in dem wir einander vor laufender Kamera sagen, wofür wir uns an diesem Tag dankbar sind. Jeden Tag, direkt aus dem Leben und zu 100 % echt.

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