Beziehungstests

Warum ein Beziehungstest?

Beziehungen nachhaltig zu verbessern - das ist unser Ziel. Um etwas verbessern zu können, ist es zunächst sinnvoll, eine Bestandsaufnahme zu machen. Dadurch wird einem nämlich erst einmal bewusst, wo die Beziehung steht und ob bzw. welche Veränderungen erforderlich sind. Diesem Zweck dienen Beziehungstests.

Wir Menschen handeln oft erst, wenn es zu spät ist. Das ist in den wenigsten Fällen eine kluge Entscheidung und in einer Beziehungen erst recht nicht. Wir könnten uns viel Ärger und Leid ersparen, wenn wir uns von Anfang an besser um sie kümmern würden. Ein Beziehungstest kann dazu beitragen. Er unterstützt uns dabei, die Beziehung im Auge zu behalten und uns die richtigen Fragen zu stellen. Manchmal braucht es auch gar nicht viel mehr, als ein paar gute Denkanstöße.

Beziehungstests sind deshalb aber natürlich kein Ersatz für die Kommunikation zwischen den Partnern oder die eigentliche Beziehungsarbeit. Ganz im Gegenteil, sie stoßen neue Prozesse an. Daher kann es durchaus Sinn machen, solche Tests gemeinsam durchzuführen oder zumindest parallel. So sind beide Partner auf dem selben Standpunkt und können direkt in Gespräche miteinander einsteigen. Auf keinen Fall sollte man einen Beziehungstest still und heimlich machen und seinen ahnungslosen Partner dann ohne Ankündigung mit dem Ergebnis konfrontieren - ihm schlimmstenfalls noch Vorwürfe machen. Natürlich kann einer in der Beziehung eine Veränderung anstoßen, aber es ist ganz wichtig, den anderen auf die Reise mitzunehmen z.B. durch klare Kommunikation.

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Wann sollte man einen Beziehungstest machen?

Es ist immer der richtige Zeitpunkt, etwas für die Beziehung zu tun. Eine Beziehung durchläuft verschiedene Phasen, in denen sich Paare mit unterschiedlichen Fragen und Themen beschäftigen. Aus diesem Grund gibt es natürlich auch viele verschiedene Beziehungstests. Grundsätzlich sind solche Tests immer sinnvoll, da sie unsere Aufmerksamkeit auf die Beziehung lenken und im besten Fall Probleme erkennen, bevor sie entstehen.

Die Beziehungsdauer ist nicht ausschlaggebend für die Aussagekraft der Testergebnisse. Natürlich ist ein gutes Ergebnis in einer langjährigen Beziehung umso erfreulicher, aber genauso können auch Frischverliebte ihren Nutzen daraus ziehen. Ein gutes Ergebnis entspricht in diesem Fall einer guten Beziehung und wer dieses Gefühl einmal kennengelernt hat, will es sich bewahren. Ein Beziehungstest kann Paare also motivieren, die Beziehung zu verbessern oder sie zu pflegen.

Getreu dem Motto „Besser spät als nie“ sollte man sich solchen Tools wie einem Beziehungstest spätestens dann widmen, wenn man merkt, dass die Beziehung vom Weg abkommt. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn man die Verbindung zum Partner verloren hat und plötzlich feststellt, dass man eigentlich gar nichts mehr voneinander weiß. Solche Prozesse verlaufen in vielen Beziehungen leider oft schleichend und das eigentliche Ausmaß zeigt sich erst, wenn es schon fast zu spät ist.

Am besten ist es daher, dass man die Beziehung im Auge behält. Dann lassen sich Veränderungen frühzeitig erkennen und man kann handeln, bevor sie Beziehungsprobleme verursachen.

Für wen ist ein Beziehungstest geeignet?

Herz in HolzDie einzige Voraussetzung für einen Beziehungstest ist, dass man sich in einer Beziehung befindet und das Ziel verfolgt, diese bestmöglich zu gestalten. Das Alter und Geschlecht der Partner spielen dabei absolut keine Rolle. Auch die Beziehungsdauer ist irrelevant und ob man als Paar zusammenlebt oder eine Fernbeziehung führt.

Die Beziehungssituation kann in solchen Tests berücksichtigt werden, ist aber keine zwingende Voraussetzungen. Sie richten sich sowohl an Paare mit Beziehungsproblemen, als auch an jene, die schon eine gute Beziehung führen und diese gerne noch besser machen wollen. Es gibt Tests mit unterschiedlichen Schwerpunkten, aber sie alle haben eines gemein: Sie dienen dazu sich einen Überblick zu verschaffen.

Das Schöne an solchen Tests ist, dass auch nur einer der Partner sie durchführen kann und trotzdem beide davon profitieren. Veränderung beginnt nämlich immer bei einem selbst und wirkt dann im Außen auch auf andere. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn man seinen Partner in den Prozess mit hinein nimmt. Es genügt, wenn man zunächst davon erzählt und bei größeren Veränderungen ein offenes Gespräch sucht. Niemals sollte etwas als selbstverständlich vorausgesetzt und davon ausgegangen werden, der Partner würde alles wissen und verstehen. Genau das führt in vielen Beziehungen zu Konflikten. Wer die Beziehungskommunikation mal genauer unter die Lupe nehmen möchte, kann auch dies in Form eines Beziehungstestes tun. Viele solcher Tests berücksichtigen dieses Thema oder legen sogar ihren Schwerpunkt darauf.

Grundsätzlich gilt: Wem seine Beziehung am Herzen liegt, der darf regelmäßig reflektieren und genau hinschauen. Genau dafür eignen sich Beziehungstests.

Welche Fragen beantwortet ein Beziehungstest?

Um falschen Hoffnungen direkt vorzubeugen: Ein Beziehungstest kann und wird niemandem eine Entscheidung abnehmen. Er dient lediglich zur Erfassung der aktuellen Beziehungssituation sowie zur Orientierung möglicher nächster Schritte. Eine Beziehung ist ein so komplexes Konstrukt, das von keinem Test dieser Welt in seiner Ganzheit erfasst werden kann. Jeder Beziehungstest bietet daher maximal Lösungsansätze, aber niemals die Lösung selbst.

Es gibt typische Fragen, die sich Menschen kurz vor einem Beziehungstest stellen. Nachfolgend ein kleiner Auszug davon:

"Bin ich glücklich?"

"Macht die Beziehung noch Sinn?

"Was macht eine gute Beziehung aus?"

"Beziehung retten oder beenden?"

"Liebe ich meinen Partner noch?"

"Passen wir zusammen?"

Ein Beziehungstest wird zwar keine eindeutigen Antworten auf diese Fragen liefern, aber er kann Klarheit in die aktuelle Beziehungssituation bringen. Darüber hinaus, können sowohl die Fragen des Tests als auch dessen Ergebnis, Paare dabei unterstützen, richtige Entscheidungen zu treffen und die Beziehung in eine neue Richtung zu lenken.

Das hängt ganz davon ab, was Paare mit diesen neuen Erkenntnissen machen. Nur weil ich etwas weiß, bedeutet das noch lange nicht, dass ich dieses Wissen auch sinnvoll anwende. Die Erkenntnis ist immer nur der erste Schritt auf dem Weg der Veränderung. Das Ergebnis eines Beziehungstests ist also der mögliche Beginn. Um die Beziehung ggf. zu verbessern bedarf es dann Eigeninitiative seitens beider Partner. Jeder darf die volle Verantwortung dafür übernehmen, die neuen Erkenntnisse in sichtbare Ergebnisse umzuwandeln.

Ein Beziehungstest gibt daher keine Antworten auf Beziehungsfragen, sondern stellt eine ganz eigene in den Raum: Bist du bereit für Veränderung in deiner Beziehung?